Schwangerschaft und Geburt in Afrika

Eine Schwangerschaft in Afrika oder auch in vielen anderen Regionen der Dritten Welt, ist mehr als nur ein Leben zu spenden. Es bedeutet für die meisten Frauen, das eigene Leben, einer nicht einzuschätzenden Gefahr auszusetzen. Ist schon die Schwangerschaft, ohne jegliche ärztliche Unterstützung ein Risiko, so sterben viele Frauen bei der Geburt eines Kindes. Etwa 1500 Frauen streben täglich durch die Geburt oder bereits in der Schwangerschaft, da bezahlbare ärztliche Hilfe nicht erreichbar war. Sie hinterlassen oft Waisenkinder, um die sich niemand mehr kümmern kann.

Wie kann geholfen werden?
Zunächst ist die Information der Frauen, in auch abgelegen Dörfern, eine ganz wichtige Hilfe. Bereits die Basisinformationen über die einzuhaltende Hygiene vor, während und nach einer Geburt kann Leben retten. Grundlegende medizinische Untersuchungen müssen kostenlos angeboten werden. Die jungen Frauen besitzen kein Geld. Sie können sich so weder eine lange Anreise zu einem Arzt oder medizinisch geschultem Fachpersonal noch die geringsten Untersuchungskosten leisten. Die Hilfe muss also direkt Vorort und kostenlos erfolgen, soll sie angenommen werden können. Dazu sind mobile Einrichtungen notwendig, die auch unterhalten und betrieben werden müssen. Ohne diese Basis ist auch der motivierteste Helfer zum Zusehen verurteilt.

Viel Leid könnte verhindert werden, wenn jede schwangere Frau Zugang zu einer medizinischen Betreuung, während der Schwangerschaft und auch danach für die Kinder bekäme. Von etwa 10 Millionen Kindern, die das fünfte Lebensjahr nicht erreichen, könnten mit einfachen Mitteln etwa 6,5 Millionen gerettet werden. Es geht dabei nicht um hoch luxuriöse Krankenhaus-Bettenburgen, sondern um eine einfache Basisversorgung.

Hilfe zur Selbsthilfe
Viel wäre auch schon erreicht, wenn den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bei der eigenen Ernährung gegeben würde. Viele der Erkrankungen der Kinder, die später zum Tod führen, sind auf die mangelhafte Ernährungssituation zurückzuführen. Zunächst sollten die Menschen aufgeklärt werden, wie ein Kind richtig und ausreichend ernährt wird. Im gleichen Schritt ist es natürlich auch wichtig dabei zu helfen, dass diese Nahrung auch verfügbar ist.

Um entsprechende Schritte zu realisieren, wird vor allem Geld benötigt. Nur wenn die Menschen reicherer Nationen, in großer Anzahl, seien es auch nur kleine Beträge, spenden, dann muss kein Helfer vor Ort tatenlos zusehen. Er kann handeln. Eine Mutter, die nicht bei der Geburt stirbt, hinterlässt auch keine Waisenkinder.

Bild: Dieter Schütz  / pixelio.de

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Schwangerschaft abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.