Stillst du?
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt es sich sein Kind bis zum sechsten Monat zu stillen, soll heißen, in dieser Zeit wird weder Tee, noch Wasser oder Beikost zugefüttert. Ferner weist die WHO darauf hin, dass ein natürliches Abstillen, sprich das Kind entscheidet, ab wann es sich von fester Nahrung allein ernährt, das Beste für das Kind ist. Weiterhin wird zusätzlich zur festen Nahrung das Stillen bis ins zweite Lebensjahr empfohlen. Soweit die WHO. Nichtsdestotrotz scheiden sich beim Thema Stillen immer noch die Geister und werden Frauen, die ihr Kind gar nicht stillen wollen oder solche, die es über Jahre hinweg mit Muttermilch versorgen mit Kopfschütteln bedacht, kritisiert oder sogar beschimpft.
Wie lange Stillen ist denn jetzt nun richtig? Und wie lange ist zu lange? Und warum sollte ich mein Kind überhaupt stillen? Fakt ist, Stillen versorgt das Kind mit wichtigen Nährstoffen, die es sonst nirgendwoher bekommt und die es für ein gesundes Wachstum braucht. Außerdem vermittelt es dem Kind ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, was die Mutter-Kind-Bindung ganz besonders positiv beeinflusst. Während ein hilfloser Säugling, der an Mamas Brust trinkt irgendwie zum gängigen Mutter-Kind-Bild dazugehört, ist die Vorstellung, dass ein Kind, das bereits laufen oder erste Worte äußern kann immer noch vehement nach der Brust verlangt, vielen Frauen allerdings unangenehm.
Bei den in der Arktis lebenden Inuit sieht man das allerdings gelassener. Hier werden Kinder bis zum siebten Lebensjahr gestillt, was bei uns sicherlich einen Aufruhr der Entüstung hervorrufen würde. So geschehen im Fall einer 29jährigen Engländerin, die ihren sechsjährigen Sohn noch immer morgens vor der Schule stillt, wenn dieser danach verlangt. Haben wir es hier schlichtweg mit Müttern zu tun, die nicht loslassen wollen oder können? Dafür spricht natürlich das Argument, dass Mütter, die lange stillen sich unentbehrlich für das eigene Kind machen. Viele Langzeitstillerinnen möchten auch einfach nicht auf das einmalige Gefühl der Nähe und Vertrautheit zu ihrem Kind verzichten bzw. ihm dieses Gefühl vorenthalten.
Was ja auch gar nicht notwendig ist, solange beide die Stillbeziehung untereinander gerne leben und das Kind in seiner sozialen, eigenständigen Entwicklung nicht gestört ist. Setzt bei der Frau jedoch irgendwann das Gefühl ein ihren Körper wieder für sich alleine haben zu wollen oder wird das Stillen immer mehr zur Last, dann sollte das Kind langsam entwöhnt werden. Kinder merken nämlich schnell ob ihre Mutter etwas mit Freude oder eher widerwillig tut. Auch sollte das Kind mit zwei Jahren bereits als vollwertiges Familienmitglied am Tisch mitessen, damit sein Sozialverhalten gefördert wird.
Laut Hebamme und Stillberaterin Ulla Neugebauer hat das Kind ab einem Alter von anderthalb Jahren keinen Mehrwert vom Stillen. Schäden vom langjährigen Stillen trägt es aber wohl auch nicht davon, zumindest konnten dies, laut Neugebauer, Expertenmeinungen und Untersuchungen bisher nicht bestätigen.
[AKH]
Bild: Matt Daigle / Wikipedia.org
Bitte verlinke mich:
Du kannst alle Antworten zu diesem Eintrag via RSS 2.0 Feed erfolgen. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.



[...] Zum anderen kann es als stabile Unterlage für das eigene Baby verwendet werden, was für ein entspanntes Stillen von Baby und Mutter verantwortlich ist. Allerdings sollten bei der Auswahl des Stillkissens einige Punkte beachtet [...]
[...] in den ersten Wochen ist das Stillen für das Baby ungemein wichtig. Über die Muttermilch wird es mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Für die [...]
[...] Für die stillende Mutter: Still-BHs Still-Kissen Still-Einlagen Still-Schlafanzug Für nicht-stillende Mütter: 1 Milchpumpe [...]
[...] ist, dass das Kind immer wieder anlegt wird. Das regt die Drüsen ebenfalls an. Die Mutter sollte auf genügend Schlaf achten. Während sie [...]