Frauenarztbesuche während der Schwangerschaft – welche Untersuchungen werden gemacht?

In regelmäßigen Abständen von zunächst vier Wochen und ab der 32. Woche von zwei Wochen sollte jede Schwangere ihren Frauenarzt zu einer Vorsorgeuntersuchung aufsuchen. Bei jeder dieser Untersuchungen wird routinemäßig das Gewicht kontrolliert und Blutdruck gemessen. Der Urin der werdenden Mutter wird untersucht und beim Fötus werden die Herztöne abgehört. Zu bestimmten Terminen werden weiterhin Blutuntersuchungen durchgeführt, um Blutgruppe und Rhesusfaktor festzustellen. Ein Antikörpertest ermittelt eventuelle Antikörper des Fötus gegen Blutgruppen-Antigene. Bei einem unterschiedlichen Rhesusfaktor von Mutter und Baby könnten diese später eine Gefahr bedeuten. Der Rötelnschutz der Mutter wird überprüft und sie wird auf Infekte von Chlamydien, Hepatitis B und Syphilis getestet. Bei der ersten Untersuchung, die meist in der sechsten Woche stattfindet, wird der Frauenarzt auch den Mutterpass ausstellen und die aktuelle Schwangerschaftswoche ermitteln. Zum Praxisbedarf gehören bei einem Frauenarzt auch die Mutterpässe.

Die ersten Fotos
Insgesamt werden bei einer Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Vorsorge durchgeführt. Zum ersten Mal zwischen der 9. und 12. Woche, hier wird der Herzschlag abgehört und geprüft, ob der Embryo vollständig in der Gebärmutter eingenistet ist. Während der Untersuchung wird auch ein Test auf Toxoplasmose und Listeriose mittels eines Bluttests aus dem Praxisbedarf gemacht. Bei der zweiten Ultraschalluntersuchung, zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche, kann häufig bereits das Geschlecht ermittelt werden. Man sollte seinen Arzt rechtzeitig vorwarnen, wenn man das Geschlecht nicht wissen möchte. Auch die Organe des Embryos werden kontrolliert. Die dritte Ultraschalluntersuchung findet im Zeitraum zwischen der 29. und 32. Woche statt, hier wird vor allem überprüft, ob das Kind richtig liegt. Mit den Ultraschallbildern hat die werdende Mutter die ersten Fotos ihres Kindes in den Händen.

Spezielle Untersuchungen für Risikogruppen
Bei Familienkrankheiten und bei älteren Schwangeren spricht man von einer Risikoschwangerschaft. Nicht nur das die Vorsorgetermine doppelt so häufig stattfinden, es werden auch zusätzliche Untersuchungen durchgeführt. Wie die Dopplersonografie, mit der die Nabelschnur auf ausreichenden Blutfluss untersucht wird. Per Nackentransparenzmessung wird die Nackenfalte des Embryos gemessen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung festzulegen. Außerdem wird das Fruchtwasser untersucht. Dazu wird mit einer Nadel aus dem Praxisbedarf durch die Bauchdecke gestochen und Fruchtwasser entnommen, um Chromosomenstörungen aufzudecken.

Bild: berwis / pixelio.de


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