Die 30. Schwangerschaftswoche (SSW)

Die werdende Mutter sollte in der 30. Schwangerschaftswoche nicht über längere Zeit auf dem Rücken liegen, da das Gewicht des Bauches auf wichtige Nerven drückt und so Probleme mit dem Kreislauf verursachen kann. Nun ist das Baby etwa 40 Zentimeter lang und wiegt etwa 1.400 Gramm. Wegen Platzmangel nimmt das Baby ab der 29. Schwangerschaftswoche die Fötus-Stellung ein.

Die letzte Vorsorgeuntersuchung

Die dritte und auch letzte große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall steht zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche an und ebenfalls werden Blutdruck, Gewicht und der Hämoglobingehalt ermittelt, welcher auf Keime, Zucker und Eiweiß untersucht wird. Die Scheitel-Fersen-Länge wird beim Ultraschall berechnet. Ebenfalls wird ermittelt, ob die werdende Mutter ein oder mehrere Babys erwartet, die Menge des Fruchtwassers ermittelt und es erfolgt eine Überprüfung der Bewegung des Babys, der Herztöne und die Lage der Plazenta. Im Mutterpass werden alle nötigen Daten notiert. Zwischen dem Alter des Babys und der Schwangerschaftswoche gibt es eine Differenz – eine Schwangerschaftswoche umfasst zehn Monate oder 40 Wochen.

Der Speiseplan

Gerade in der Schwangerschaft sollte reichlich grünes Gemüse in den Speiseplan mit eingebaut werden. Wichtig sind beispielsweise

  • Fettarmes Fleisch (enthält Eisen, was Mutter und Kind guttut)
  • Milchprodukte (Eiweiße – sind der Grundbaustein aller Zellen)
  • Vollkornprodukte (z.B: Vollkornbrot, Vollkornnudeln – enthalten viel Vitamin B – wichtig für die Energiegewinnung und für Linse des Auges)
  • Obst (Bananen sind reich an B5 Vitamin, Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen oder Zitronen enthalten Vitamin C – stärken Abwehrkräfte und stärken Immunsystem)

Platz im Bauch wird immer knapper

Das Baby reagiert in der 30. Schwangerschaftswoche auf Reize und ist nun immer sensibler. Wenn die Eltern öfter durch die Bauchdecke das Baby streicheln tun sie ihm etwas Gutes. Auch wenn das Baby nun noch nicht die Geburtsposition eingenommen hat (Kopf nach unten) liegt es jetzt in der Fötus-Stellung wegen dem geringen Platz. Es zieht dabei die Knie weit nach oben, hält die Arme verschränkt vor seinem Körper und rollt sich zusammen. Auch seine Körpertemperatur kann das Baby nun selbstständig kontrollieren, kann sich in dieser Hinsicht von der Mutter abkoppeln. Die zweite Generation der Haare wächst, es bildet sich das echte Kopfhaar und die Lanugo-Behaarung wird nach und nach ersetzt. Das Gewicht und die Größe werden im Verlauf der Schwangerschaft immer individueller entwickelt und aus diesem Grund können die Werte hier unterschiedlich sein. Aus diesem Grund müssen sich die werdenden Eltern keine Sorgen machen, wenn die ermittelten Werte vom Frauenarzt den Standardwerten etwas abweichen.

Darauf sollte Frau jetzt achten

In der 30. Schwangerschaftswoche ist es nicht mehr so einfach für die werdende Mutter, eine geeignete Schlafstellung zu finden. Das Liegen auf dem Rücken ist nicht sehr vorteilhaft und deshalb sollte dies vermieden werden. Der wachsende Bauch drückt im Rückenbereich die Nerven und Gefäße ab und es kann zu Kreislaufstörungen kommen. Idealerweise sollte die werdende Mutter auf der Seite schlafen oder den Oberkörper dabei leicht erhöhen.

Der Mutter fallen nun die alltäglichen Dinge im Leben schwerer, dies reicht vom Treppensteigen bis hin zu einem anstrengenden Gespräch. Häufig leiden Schwangere an Atemnot. Diese sogenannte Kurzatmigkeit ist eine Folge der Lage und der Größe des Kindes. Folglich benötigt die werdende Mutter nun deutlich mehr Entspannung und Ruhe als in den Wochen zuvor. Die Schwangerschaft ist keine Krankheit, trotzdem sollte dem eigenen Körper in dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Daher sollten sich Schwangere für alles die notwendige Zeit nehmen. Hilfreich ist es zum Beispiel beim Sitzen ein Kissen in den Rücken zu legen und wenn möglich, die Beine hoch zu lagern. Auch beim Liegen sollte der Körper entlastet und stabilisiert werden, indem er leicht höher gelagert wird. Auch der Zahnarztbesuch ist nun noch einmal sehr sinnvoll und mit einer professionellen Zahnreinigung wird den Zähnen etwas Gutes getan. Ruhe und Entspannung tun nicht nur der werdenden Mutter sondern auch dem Baby gut.

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Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaftsabbruch – eine Defintion

Unter Schwangerschaftsabbruch oder Abtreibung versteht man das vorzeitige, absichtliche Beenden einer nicht erwünschten oder gesundheits-
gefährdendenden Schwangerschaft durch den Facharzt.

Methoden der Abtreibung

  • Mit einer Quote von 70 Prozent ist die Absaugmethode die im deutschen Raum mit Abstand meist verbreiteste Form des Schwangerschaftsabbruches. Von der 6. bis zur 14. Schwangerschaftswoche kann sie angewendet werden – durch erfahrene Fachärzte ist sie innerhalb einiger Minuten durchführbar. Dabei wird die Frau entweder örtlich betäubt oder eine kurze Vollnarkose durchgeführt. Mit einem stumpfen kleinen Rohr wird der Fruchtsack samt Embryo bei dieser Methode abgesaugt.
  • Bei der Curettage oder Abschabung kommt es zu einem Aufdehnen des Muttermunds und der Abschabung des Fruchtsacks mit dem Embryo.
  • Der medikamentöse Abbruch durch eine spezielle Abtreibungspille erfolgt durch das Blockieren der Wirkungen des Progesteron, welches zur Muttermund-Öffnung und zur Ausstoßung des im Fruchtsack befindlichen Embryos führt.

Möglichkeit und Notwendigkeit des Abbruchs

Die Abtreibung ist in den §§ 218ff des deutschen Strafgesetzbuches geregelt: Gerechtfertigt und somit straffrei bleibt der Abbruch bei Inanspruchnahme einer Schwangerschaftskonfliktberatung und Bedenkzeitnahme, wenn der Abbruch in den ersten zwölf Wochen nach der Befruchtung durchgeführt wird. Bei medizinischer Indikation (hierbei gesteht Lebensgefahr oder die Gefahr der psychischen oder körperlichen Beeinträchtigung der Frau, etwa bei zu erwartender Behinderung des Kindes) kann man während der ganzen Zeit der Schwangerschaft straflos abtreiben lassen. Ist die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung, kann man in den ersten zwölf Wochen auch ohne Inanspruchnahme einer Beratung abtreiben lassen.

Das Wie und Wo der Abtreibung sowie mögliche Komplikationen

Es ist danach zu differenzieren, wann der Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird, will man die Komplikationen aufzählen. Innerhalb der ersten zwölf Wochen ist die Abtreibung relativ gefahrlos, sie kann auch ambulant durch einen Facharzt ausgeführt werden. Danach besteht die vermehrte Gefahr von Komplikationen, die Abtreibung darf nur mehr in einer Klinik und nach intensiver Beratung und Information über die Gefahren durchgeführt werden – denn es müssen intensivere OP-Techniken angewendet werden.

Die Beratung rund um die in Aussicht genommene Abtreibung

Gemäß deutschem Recht ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung samt eingehender Information über Risiken, Kosten der Abtreibung und der möglichen Sozialleistungen, falls man das Kind doch bekommt, verpflichtend, um einen Eingriff durchführen lassen zu dürfen. Es geht dabei um das Vermeiden von Schwangerschaftskonflikten und es muss im Rahmen der Beratung dafür gesorgt werden, dass sich die Frau genügend Bedenkzeit nimmt, um ihre Entscheidung zu überdenken. In Deutschland gibt es hierfür eigene Beratungsstellen und Dienste von Hebammen und Ärzten.

Kosten der Abtreibung und Kostenübernahme

Die durchschnittlichen Kosten für die Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs betragen in den ersten drei Monaten 360 Euro bei medikamentöser und bis zu 460 Euro bei operativer Methode. Bei medizinischer Indikation, besteht etwa die Gefahr der Behinderung des Kindes, werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse oder der privaten Krankenversicherung übernommen. Ist keine Indikation gegeben, müssen die Abtreibungen von den Frauen selbst bezahlt werden, wobei Schwangere mit niedrigen Einkommen, sprich bis 1001 Euro bzw. 990 Euro in den neueren Bundesländern, der Eingriff bezahlt wird. Voraussetzung dafür ist Stellung eines entsprechenden Antrags vor dem Eingriff.

Zu den möglichen Komplikationen

Grundsätzlich gilt: Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto höher ist das Risiko für Komplikationen.
Es kann sowohl bei der operativen als auch bei der medikamentösen Methode zu Blutungen bzw. Nachblutungen kommen. Bei der Curettage oder der Absaugmethode ist die Schädigung der Gebärmutter und das Risiko der kommenden Unfruchtbarkeit denkbar. Es kann desweiteren im Rahmen des Schwangerschaftsabbruches zu gefährlichen Infektionen kommen.
Ist die Schwangerschaft bereits weiter fortgeschritten, ist es möglich, dass der Embryo die Abtreibung überlebt und schwerste Behinderungen davonträgt. Auch andere Organe können durch den Abbruch beeinträchtigt werden.

Psychische Schäden – seltener als angenommen

Aktuellen Studien zufolge muss eine Abtreibung nicht unbedingt psychische Nachwirkungen für die Betroffene bedeuten.
Ist die Frau erwachsen, der Abbruch sorgfältig geplant und durchgeführt und ist es die erste Abtreibung für sie, bleibt sie laut neuesten Studien genauso psychisch gesund wie die durchschnittliche Frau. Oft ergeben sich eher durch die Stigmatisierung Abtreibungswilliger und das Gefühl, den Abbruch geheim halten zu müssen, Probleme.

Wenn dennoch Schwierigkeiten auftreten

Ergeben sich für die betroffene Frau dennoch Probleme durch den Eingriff, ist eine Psychotherapie, der Rat in einer Selbsthilfegruppe oder das Aufsuchen von Beratungsstellen empfehlenswert. Wichtig ist für die Betroffenen vor allem, dass sie sich, egal wie ihre Entscheidung ausfällt, in jeder Phase dieses Lebensabschnitts aufgefangen und begleitet fühlen.

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Die 28. Schwangerschaftswoche (SSW)

Die 28. Schwangerschaftswoche läutet das letzte Schwangerschaftsdrittel ein – und damit den Endspurt einer jeden menschlichen Schwangerschaft. In dieser Zeit nehmen schwangere Frauen mindestens fünf Kilo zu. Das ist auch gut so, denn nun entwickelt das Baby die Fettschicht. Diese ist wichtig für einen guten Start ins Leben. Die Augen kann das Baby nun öffnen und sich bewusst auf äußere Reize wie Licht oder Beschallung “konzentrieren”. Mit 38 cm Körperlänge und beinahe vollständig entwickelten Lungen ist das Baby überlebensfähig.

Babys erste Tritte

Und genau jetzt sind Babys erste Tritte spürbar. Denn der Platz im Bauch wird fühlbar enger. Das Baby muss sich nun langsam mit dem Kopf nach unten drehen. Um das zu schaffen, muss es ein wenig üben, sich im Bauch “abstoßen”. Genau das sind die spürbaren “Tritte”. Manchmal haben werdende Väter und Mütter sogar soviel Glück, dass sie ihr Baby sowohl spüren, als auch fühlen können. Wenn sich zum Beispiel ein Händchen fest von innen gegen den Bauch drückt, dann ist sie als kleine Beule sichtbar.

Mamas Befinden

So schön die ersten Tritte und spürbaren Bewegungen des Babys im Bauch der Mutter auch sind, beginnt doch für alle Frauen die beschwerliche Zeit der Schwangerschaft. Speziell in der 28. Schwangerschaftswoche macht das Baby noch einmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Das bedeutet für die Mutter möglicherweise Schwindelgefühl und plötzlicher Hunger. Auch können in dieser Zeit die ersten Vorwehen auftreten. Dabei handelt es sich um leichte Kontraktionen, mit denen sich der Körper der Frau auf die bevorstehende Geburt vorbereitet. Spätestens jetzt sollte jede Schwangere eine Handy für den Notfall in der Tasche haben.

Schön langsam

Außerdem gilt: von nun an schön langsam! Yoga für Schwangere oder spezielle Atemtechniken sind jetzt für alle schwangeren Frauen ein fantastisches Mittel, um den eigenen Mittelpunkt nicht aus den Augen zu verlieren. Nun kann sich in aller Ruhe nach einem geeigneten Schwangerschaftskurs umgesehen werden. Doch bei aller Freude an Entspannung und Urlaub in der Schwangerschaft ist jetzt die Zeit der großen Flug – oder Schiffsreise vorbei.

Letzte große Untersuchung

In der 28. Schwangerschaftswoche steht die letzte große Untersuchung der Schwangerschaft vor der Geburt an. Jetzt wird noch einmal ein Ultraschall vorgenommen, Gewicht gemessen und auf mögliche Schwangerschaftsdiabetes untersucht. Da das Baby den Großteil der Plazenta ausfüllt, sind auch Untersuchungen auf mögliche Krankheiten wie offener Rücken möglich. Alles in allem ist nun die Zeit der Ruhe und Vorbereitung gekommen. Eine Zeit, die als Geschenk angesehen werden sollte, auch wenn sie mit Unter anstrengend seien kann.

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Die 27. Schwangerschaftswoche (SSW)

Die Entwicklung des Babys

In der 27. Schwangerschaftswoche ist das ungeborene Baby bereits um die 35 cm groß und wiegt ca. 900-1000 Gramm.
In dieser Phase der Schwangerschaft wächst und entwickelt sich das Kind rasend schnell und in großen Schritten. Die Knochen, Zehen- und Fingernägel werden fester und stabiler, das Gehirn wächst und erweitert seine Funktionen immens, womit das Gehirn eines Babys im 7. Schwangerschaftsmonat immer mehr dem eines ausgereiften Menschen ähnelt. Das Baby ist dadurch bereits in der Lage, Emotionen zu empfinden und auszudrücken.

Die Augen sind so weit entwickelt, dass das Kind sie öffnen und schließen kann. Bereits jetzt reagiert das Baby auf Lichteinflüsse von außen. Wird es ihm zu hell, so hält es sich die Hände vor die Augen, um diese zu schützen. Generell bewegt sich das Ungeborene besonders viel in dieser Phase. Auch der Gleichgewichtssinn prägt sich immer weiter aus, sodass das Baby nun bereits spürt, ob die werdende Mutter gerade liegt, sitzt oder steht. Obwohl das Baby in dieser Phase besonders schnell an Gewicht und Größe zulegt, ist es noch in der Lage mit Leichtigkeit seine Position zu wechseln, mal die Füße, mal den Kopf oben. Auch die Lunge des Ungeborenen entwickelt sich immer weiter, sodass es nicht mehr lange dauert, bis es auch außerhalb des Mutterleibs eigenständig atmen könnte.

Das Wohlbefinden der werdenden Mutter

Die werdende Mutter spürt in der 27. Schwangerschaftswoche besonders deutlich die Bewegungen des Kindes, da es sehr aktiv ist und sich bereits selbstständig dreht und seine Position verändert. Auch der Körper der Mutter befindet sich in der Entwicklung. In dieser Schwangerschaftsphase nimmt die Frau wöchentlich bis zu 500 Gramm an Gewicht zu, was vor allem auf Flüssigkeitseinlagerungen zurückzuführen ist, die auch geschwollene Finger und Füße verursachen. Neben leichter Harninkontinenz, die unter anderem beim Lachen oder Husten auftreten kann, leiden viele Frauen in dieser Zeit unter Schmerzen des Schambeins und leichter Atemnot durch das Wachstum der Gebärmutter, die auf das Zwerchfell drückt.

Untersuchungen und Tipps

In der 27. Schwangerschaftswoche ist eine spezielle Blutzuckeruntersuchung zu empfehlen, die möglichen Schwangerschaftsdiabetes feststellen kann. Außerdem sollte regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, bei der die Herztöne des Babys gemessen werden.
Die werdende Mutter sollte besonders in dieser Phase auf ihre Ernährung achten, da das Ungeborene Nährstoffe für die rasche Entwicklung benötigt. Des Weiteren empfiehlt es sich, sich bereits mit der bevorstehenden Geburt und Themen wie Stillen auseinandersetzen, um sich optimal auf das neue Leben vorzubereiten.

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Das Wochenbett

Als Wochenbett bezeichnet man die erste Zeit nach der Geburt eines Kindes bis zur Rückbildung und Umstellung des Körpers nach den Veränderungen, die durch Schwangerschaft und Geburt hervorgerufen wurden. Das dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Nach dieser Zeitspanne versiegt auch der Wochenfluss, bei der Geburt entstandene Verletzungen verheilen und die Mutter die Mutter kann sich von den Strapazen der Geburt und der Schwangerschaft erholen. Als Wochenfluss wird der Ausfluss aus der Scheide nach bezeichnet, der aus Schleim und Blut besteht.

Frühwochenbett und Spätwochenbett

Das Wochenbett wird in das Früh- und Spätwochenbett unterteilt. Das Frühwochenbett ist die Zeit vom ersten bis zum zehnten Tag nach der Geburt, das Spätwochenbett die Zeit danach, bis zu acht Wochen nach der Entbindung. Während der gesamten Zeit, insbesondere aber während dem Frühwochenbett, besteht für die Wöchnerin, wie die Mutter genannt wird, ein gesetzliches Beschäftigungsverbot. Sie bedarf Ruhe und besonderer Pflege und sollte sich auch privat nicht überlasten. Die Gebärmutter bildet sich während dieser Zeit zurück. Doch nicht nur der Körper, auch die seelische Empfindungen sind nach der Geburt empfindlich. Während des Frühwochenbett bekommt die Wöchnerin in der Regel Unterstützung durch die Hebamme, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Diese besucht Mutter und Kind zu Hause, sie hilft bei der Pflege des Kindes und beantwortet alle Fragen. Sie schaut sich auch an ob die Narben bei einem Dammschnitt oder Kaiserschnitt gut verheilen.

Baby Blues und Wochenbettdepressionen

Gerade bei dem ersten Kind haben viele Mütter Probleme sich nach Geburt und Krankenhausaufenthalt in die neue Situation einzufinden. Es dauert eine Weile bis sich wieder eine Alltagsrhytmus einstellt. Diese Zeit wird auch als Babyblues bezeichnet. Die Mutter braucht jetzt viel Ruhe und muss nach Möglichkeit geschont werden. Während dieser Phase ist die Unterstützung vom Vater, guten Freunden und Verwandten sehr wichtig. Auch die Hebamme ist als kompetenter Ansprechpartner unverzichtbar. Durch die körperliche Umstellung, aber auch dadurch, dass das gesamte Leben mit dem Baby eine neue Wende bekommt, leiden viele Mütter unter den sogenannten Wochenbettdepressionen. Die Wöchnerinnen werden mit ganz neuen Problemen und Ängsten konfrontiert. Viele leiden außerdem darunter, dass der Körper immer noch unförmig ist. Hinzu kommt die Bettruhe, die sich ebenfalls oft negativ auf den seelischen Zustand auswirken. Es ist wichtig, dass sich die Wöchnerinnen während der ersten Zeit nicht unter Druck setzen und dem neuen Alltag gelassen entgegensehen. Zudem sollten sie sich nicht scheuen, mit nahen Angehörigen und der Hebamme ihre Sorgen zu besprechen und Hilfe annehmen.

Geschlechtsverkehr während der Wochenbettzeit

Während der Wochenbettzeit sollte auf den Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Der Wochenfluss ist nämlich hoch infektiös, wenn die Gebärmutter sich entzündet besteht die Gefahr des Kindbettfiebers. Frauen, die noch während des Wochenbett Lust auf sexuelle Zärtlichkeiten haben sollten unbedingt ein Kondom benutzen.

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Willkommen im Leben

„Liebe, menschlich zu beglücken, nähret sie ein edles Zwei, doch zu göttlichem Entzücken bildet sie ein köstlich Drei.“ So beschreibt schon Wolfgang von Goethe poesievoll die Geburt eines neuen Erdenbürgers. Und so ist es auch, wenn zwei sich liebende Menschen, gemeinsam den Weg gehen, Eltern zu werden und ein Baby auf die Welt kommt.

Wenn die schwangere Frau die Tritte ihres Babys im Bauch spürt und der stolze Papa die CD mit klassischer Musik einlegt, dann ist es bald soweit. Eine neue Familie wird gegründet. Eine Zeit voller Glück und phantastischer Momente steht Ihnen bevor. Aber auch eine Zeit von unendlich vielen Fragen. Wie wird die Geburt? Natürlich oder per Kaiserschnitt? Welche Hebamme ist die Richtige für uns? Benötigen wir einen Vaporisator, und was ist das überhaupt? Die Liste der Fragen ist lang. Nicht jede kann die eigene Mutter beantworten, da sich Zeiten ändern. Es gibt in dieser Zeit, so viele Entscheidungen bezüglich der Entwicklung und der Betreuung zu treffen.

Für all Ihre Fragen rund um ihr Leben mit dem Baby gibt es gute Antworten. Gerade beim ersten Kind machen sich fast alle Mütter über so viel Gedanken angefangen bei der Babyerstausstatttung. Sie wollen, dass es ihrem Baby an nichts fehlt. Das es wächst, glücklich ist und sich altersgerecht entwickelt. Auch in der Unterhaltung mit anderen Müttern, die Kinder im gleichen Alter haben, treten auf einmal Probleme auf, über die man sich bisher keine Gedanken machen musste. Sie fragen sich, wann kommt der erste Zahn und wird es meinem Kleinen sehr weh tun? Wieso läuft der kleine Lukas bereits, obwohl er doch zwei Wochen jünger als mein Liebling ist? Natürlich weiß Mama, dass jedes Kind unterschiedlich ist und sein eigenes Tempo in der Entwicklung hat. Und ja! Lukas klatscht noch nicht in die Hände, wenn die Oma „bitte, bitte“ sagt, so wie das eigene Kind. Aber dennoch ist es beruhigend, wenn man sich Gewissheit und Beruhigung bei Experten holen kann. Die Erklärungen tragen dazu bei, dass die Eltern entspannter den Babyalltag meistern. Und gelassene, ungezwungene Eltern sind ein großes Glück für ein kleines Baby.

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Tipps zum Kinderwagenkauf

Angesichts des großen Angebots an Kinderwagen sind Eltern beim Kinderwagenkauf oftmals überfordert. Kein Wunder, gibt es doch scheinbar für jede Situation den richtigen Wagen. Doch wie finden Mütter und Väter den für sie geeigneten Kinderwagen, an dem sie lange Freude haben und der eine echte Erleichterung im Alltag darstellt? Hier die wichtigsten Tipps und Hinweise für junge Eltern.

Den Kinderwagen passend zum Alltag kaufen

Vor dem Kinderwagenkauf sollte der eigene Alltag genau unter die Lupe genommen werden. In welchen Situationen wird der Kinderwagen in erster Linie benötigt? Mütter, die den Wagen häufig beim Einkaufen nutzen möchten, sollten darauf achten, dass es sich um ein wendiges Modell handelt, welches nicht zu breit ist, um problemlos auch durch schmale Türen zu passen. Wer gerne auch in unwegsamem Gelände spazieren geht, sollte hingegen besonderes Augenmerk auf die Robustheit des Wagens und auf eine qualitativ hochwertige Bereifung legen. Grundsätzlich gilt: Der Kinderwagen sollte so gewählt werden, dass er in jeder Alltagssituation leicht kontrollierbar ist und zugleich dem Kind ein Höchstmaß an Komfort bietet. Für sportliche Eltern gibt es so genannte Jogger, die speziell auf die höhere Geschwindigkeit und unebene Wege ausgerichtet sind. Besonders praktisch ist ein Kombikinderwagen, in dem das Kind zuerst liegend transportiert wird. Hat es das sitzfähige Alter erreicht, kann der Wagen entsprechend umgebaut werden. Wer noch auf der Suche nach dem perfekten Gefährt für das Kind ist, kann bei Quoka günstig Kinderwagen kaufen.

Was man noch beachten sollte

Auch der zur Verfügung stehende Stellplatz sollte beim Kinderwagenkauf nicht außer Acht gelassen werden. In einer Garage findet auch ein großer Geschwisterkinderwagen Platz, während in schmalen Hausfluren aus Rücksicht auf die Nachbarn eher kleinere oder zusammenklappbare Modelle gewählt werden sollten. Wer keinen Aufzug zur Verfügung und daher täglich viele Stufen zu bewältigen hat, ist zudem mit einem leichten Kinderwagen gut beraten. Soll der Wagen im Auto transportiert werden, muss ebenfalls auf die Größe des Modells geachtet werden. In der Regel ist in diesem Fall ein zusammenklappbares Modell empfehlenswert. Auch die Höhe der Lehne sollte beachtet werden, die im Idealfall mehr als 50 cm beträgt, damit auch größere Kinder es bequem haben und ihren Kopf abstützen können.

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Vorbereitungen aufs Stillen

Sinnvollerweise hat die Natur es so eingerichtet, dass Mütter ihre neugeborenen Kinder die ersten Wochen und Monate völlig selbständig ernähren können. Damit erhalten die Kleinen wertvolle Abwehrstoffe, aber auch Geborgenheit und Sicherheit mit der engen Bindung zur Mutter.

Informieren und Vorbereiten

Das Stillen will gut vorbereitet sein. Das beginnt mit dem Kauf eines Still-BHs bei www.aphrodite-dessous.de, geht über das Informieren über Geburtskliniken, die das richtige Halten und Stillen fördern, und endet noch lange nicht beim Besuch einer Stillgruppe vor Ort. Es werden auch Geburtsvorbereitungskurse angeboten, in denen man das richtige Anlegen und Stillen üben kann. Hebammen geben ebenfalls gute Tipps, und zur Not hilft auch die entsprechende Literatur weiter.

Zuhause überlegt man sich schon einmal, wo man beim Stillen mit dem Baby sitzen möchte. Der Platz sollte ruhig und gemütlich sein. Eventuell schafft man sich noch ein stützendes Stillkissen an.

Die Pflege der Brust

Während der Schwangerschaft vergrößert sich das Drüsengewebe der Brust, es entstehen die Milchbläschen und Milchgänge, die erst das Stillen ermöglichen. Die Brüste werden empfindlicher und prall und können am Ende der Schwangerschaft schon die Vormilch, das Kolostrum, absondern. Das ist ein völlig normaler Vorgang, dem man mit speziellen Stilleinlagen im BH begegnen kann.

Ab dem letzten Schwangerschaftsdrittel sollte die Brust intensiv gepflegt werden. Oberstes Gebot ist, keine Seife und alkoholischen Mittel zu verwenden, da sie zu sehr austrocknen und das baby Rückstände aufnehmen könnte.
Ein bis dreimal pro Woche die Brust mit Johanniskraut- oder Lavendelöl einzureiben, hilft, sie geschmeidig zu halten und Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden. Nie zu stark und zu lange am Bauch einmassieren, das könnte zu einer vorzeitigen Wehe führen.
Die Brüste hin und wieder einmal mit kaltem Wasser abzuwaschen und sie danach mit einem rauen Frotteetuch kreisförmig abzureiben, kann erleichternd und abhärtend wirken. Ein beruhigendes, nicht zu heißes Ölbad pflegt die empfindliche Haut. Es empfiehlt sich, zwei Wochen vor dem Geburtstermin ein besonderes Stillöl aufzutragen, das den Milchfluss vorsichtig anregt.

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Die 29. Schwangerschaftswoche (29.SSW)

In der 29. Schwangerschaftswoche sind die Sinnesorgane des Babys schon komplett ausgebildet. Es kann dann schon Licht von Schatten unterscheiden und Geräusche wahrnehmen. Außerdem kann es schon lächeln.

Die Entwicklung des Babys in der 29. SSW

In dieser Zeit wächst das Gehirn des Babys zunehmend und auch der Kopf wird langsam immer größer, damit das Gehirn genug Platz hat. Ab diesem Zeitpunkt wird das Baby auch schnell an Gewicht zulegen. Normalerweise ist es in der 29. SSW um die 37 cm groß und wiegt um die 1.300 Gramm. Durch die täglichen Turneinlagen kräftigt es nun immer mehr seine Muskulatur. Die Plazenta versorgt dabei das Ungeborene mit allen lebensnotwendigen Abwehrstoffen, damit es auch gegen verschiedene Infektionskrankheiten geschützt wird. Außerdem kann es schon seine Augen öffnen und schließen. Im letzten Schwangerschaftsabschnitt entwickelt sich das Baby schnell. Seit einigen Wochen nimmt es nun schon Geräusche auf und wie bereits erwähnt auch Lichtveränderungen. Wenn es so beispielsweise durch Licht oder Geräusche geweckt wird, dann kann es sich nur Tritte schon bemerkbar machen. Der Geruchssinn ist in dieser Zeit auch schon vollständig entwickelt. Das Baby ist in dieser Zeit auch schon in der Lage Stimmen zu unterscheiden.

Der Körper in der 29. Schwangerschaftswoche

Während der gesamten Schwangerschaft zieht sich die Gebärmutter immer mal wieder zusammen, das spürt man besonders an der harten Bauchdecke. Das ist aber kein Grund zur Sorge, denn das ist ganz normal. In der 29. SSW können die sogenannten Übungswehen jedoch öfter auftreten, denn da fängt die Gebärmutter an sich auf die Geburt vorzubereiten. Viele Schwangere leiden in dieser Zeit häufiger an Rückenschmerzen, Atemnot oder Sodbrennen. Auch die Konzentrationsfähigkeit und die körperliche Leistungsfähigkeit machen vielen Schwangeren in dieser Zeit besonders zu schaffen. Damit die Übungswehen von echten Wehen unterschieden werden können, sollte auf die Regelmäßigkeit und auf die Schmerzen geachtet werden. Ein Schmerz- und Druckgefühl im Rücken oder Unterbauch dürfen zusammen mit den Übungswehen nicht auftreten. Auch bei Blutungen oder Ausfluss sollte der Arzt unbedingt aufgesucht werden. Wer drei bis vier Wehen in der Stunde verspürt, oder mehr als zehn am Tag bei dem kann es sich auch schon um echte Wehen handeln.

Vorsorgeuntersuchungen in der 29. Schwangerschaftswoche

Zusätzlich zu den Regeluntersuchungen von Urin, Blut, Gewicht und Blutdruck und der vaginalen Untersuchung, sowie der Bestimmung der Kindslage und die Überprüfung des Muttermunds, wird in der 29. Schwangerschaftswoche meist das dritte Ultraschallscreening durchgeführt. Zusätzlich dazu findet auch das Organultraschall statt, um die inneren Organe des Babys zu überprüfen.

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1. Schwangerschaftsmonat

Ein beeindruckendes Ereignis im Leben einer Frau ist die Schwangerschaft und die Geburt ihres Kindes. Mit dem ersten Tag der Schwangerschaft beginnt nicht nur, neues Leben im Körper einer werdenden Mutter heran zu wachsen, sondern auch der Körper der Frau verändert sich langsam. Wenn auch in den ersten 4 Schwangerschaftswochen noch nichts von einem Babybauch zu sehen ist, so ist auch der 1. Schwangerschaftsmonat schon aufregend und hält einige Veränderungen für die werdende Mama bereit.

Der Körper verändert sich

Der Beginn einer körperlichen Veränderung wird von vielen als erstes an den Brüsten wahrgenommen. Sie werden nicht nur rundlicher, sondern oft verdunkeln sich auch die Warzenvorhöfe und beginnen, empfindlich auf Berührungen zu reagieren. Zudem kann es sein, dass auch die Blutgefäße stärker durch die Haut schimmern, als es vor einer Schwangerschaft der Fall war. Die Taille und der Bauch beginnen ebenfalls, ganz langsam eine runde Form anzunehmen.

Die Psyche und ihre Veränderung

Auch der seelische Zustand wird gerade in den ersten Schwangerschaftswochen strapaziert. Alles gerät durcheinander und es braucht eine Weile, bis sich die werdende Mutter darauf eingestellt hat. Was sich alles anders anfühlt:

  • ein unterschwelliges Unwohlsein entsteht, morgens oft mit starker Übelkeit, zum Teil auch Erbrechen
  • gewohnte Speisen werden manchmal abgelehnt, andere vorher nicht gemochte Speisen bevorzugt
  • oft tritt auch starkes Sodbrennen auf
  • Stimmungsschwankungen nehmen zu, wie z.B. große Freude oder große Angst im kurzen Wechsel
  • das Gefühl der Müdigkeit verstärkt sich auch zu ungewohnten Tageszeiten

Notwendige Untersuchung durch den Frauenarzt

Sobald die Menstruation ausgeblieben ist, sollte ein Termin bei einem Gynäkologen vereinbart werden. Auch, wenn die letzte Menstruation lediglich eine Schmierblutung war, kann eine Schwangerschaft vorliegen. Die Untersuchung wird durch Ultraschall oder einen Urintest durchgeführt, Größe und Gewicht der werdenden Mutter sind ebenfalls wichtig und werden ermittelt. Innerhalb der ersten 4 Wochen wächst das Embryo zu der Größe eines Reiskorns heran. Zu erkennen sind bis dahin auf dem Ultraschall eine Fruchthöhle und ein Dottersack, der ungefähr die Größe von zwei Millimetern besitzt.

Was ist bei einer Schwangerschaft zu beachten?

Selbstverständlich sind Drogen und Alkohol absolut tabu. Gerade zu Beginn einer Schwangerschaft könnte dadurch die Entwicklung der Organe beeinflusst werden, da sie sich innerhalb der ersten 13 Wochen bilden. Zusätzlich wird der Verzicht auf rohes Fleisch, Fisch und vorgefertigte Salate angeraten. Darin befinden sich hin und wieder Erreger, die gefährdende Krankheiten auslösen könnten und u.U. das ungeborene Leben schädigen oder eine Fehlgeburt auslösen.

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